Die AMLR im Fokus: Was auf Unternehmen zukommt
Das Online-Seminar „Die AMLR im Fokus: Was auf Unternehmen zukommt“ von TURN Advisory beleuchtet am 27. Oktober 2026 die konkreten Anforderungen der neuen EU Anti-Money-Laundering Regulation (AMLR) und zeigt auf, wo sich bei der praktischen Umsetzung in Unternehmen die entscheidenden Herausforderungen befinden. Dabei fliessen erste Erfahrungen aus laufenden AMLR-Umsetzungsprojekten direkt in das Seminar ein.
Mit der AMLR und der neuen europäischen Aufsichtsbehörde AMLA gilt ab dem 10. Juli 2027 in allen EU-Mitgliedstaaten ein grundlegend überarbeiteter Rechtsrahmen. Anders als bisherige Richtlinien ist die AMLR unmittelbar anwendbar und bringt einheitlichere Anforderungen, weniger nationalen Spielraum und einen höheren Erwartungsdruck mit sich. Auch Unternehmen, die nicht direkt der AMLA-Aufsicht unterstehen, werden durch harmonisierte Erwartungen, strengere nationale Prüfungen und höhere Anforderungen an die Begründung und Dokumentation von Entscheidungen betroffen sein.
Wir freuen uns, das Online-Seminar anzukündigen, das am Dienstag, den 27. Oktober 2026, von 10:00 bis 16:00 Uhr stattfindet. Das Programm beginnt mit den Auswirkungen der AMLR auf Governance und Verantwortlichkeiten. Dabei wird aufgezeigt, weshalb sich bestehende Rollen nicht einfach auf die neue Struktur übertragen lassen, welche Aufgaben Compliance-Manager und Geldwäschebeauftragte künftig übernehmen und wo Kompetenz- und Freigabeordnungen angepasst werden müssen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem risikobasierten Ansatz. Behandelt werden die künftig erforderlichen Bestandteile einer unternehmensweiten Risikobewertung, verbindlich einzubeziehende Informationsquellen sowie die Anforderungen der Aufsicht an die zugrunde liegende Methodik. Im Bereich Customer Due Diligence stehen neue Pflichtdatenfelder, erweiterte kundenindividuelle Risikobewertungen und die Überführung der neuen Anforderungen in bestehende Kundenbestände im Fokus.
Auch die Sanktions-Compliance wird durch die AMLR neu eingeordnet. Das Seminar erläutert das erweiterte Mandat des Geldwäschebeauftragten, die Schnittstelle zur ersten Verteidigungslinie sowie neue Anforderungen im Zahlungsverkehr und bei Beteiligungsprüfungen. Darüber hinaus werden Outsourcing und Third-Party Oversight behandelt. Im Mittelpunkt stehen der Verbotskatalog des Art. 18 Abs. 3 AMLR, die Abgrenzung zwischen Auslagerung und der Inanspruchnahme anderer Verpflichteter sowie typische Konstellationen, die ab 2027 nicht mehr zulässig sein werden.
Abschliessend stehen Kontrollen, Nachweise, Meldewesen und Aufbewahrungspflichten im Fokus. Die Teilnehmenden erfahren, wie operative Wirksamkeit künftig dokumentiert werden muss, welche Anforderungen an unabhängige Prüfungen und Jahresberichte gestellt werden, wie sich Meldewege und Reaktionsfristen verändern und wie lange relevante Unterlagen aufzubewahren beziehungsweise wann diese zu löschen sind.
Als Referenten treten Tommas Kaplan und Dr. Ulrich L. Göres, beide Gründer und Managing Partner der TURN Advisory GmbH, auf. Tommas Kaplan war unter anderem Chief Compliance Officer und Geldwäschebeauftragter sowie Mitglied des Executive Board der von Poll Immobilien GmbH. Dr. Göres war unter anderem Konzerngeldwäschebeauftragter bei der Deutschen Bank AG und HSBC, Chief Compliance Officer beziehungsweise Geldwäschebeauftragter der Erste Group AG sowie stellvertretender CCO der Commerzbank AG und Regional Head of the Americas.
Das Seminar richtet sich insbesondere an Leitungsorgane, Geldwäschebeauftragte, Verantwortliche aus Compliance und Risikomanagement sowie Rechtsabteilungen in Finanzinstituten, interne Revisionen und weitere Verpflichtete. Zusätzlich erhalten die Teilnehmenden einen Foliensatz mit Normbezug je Prüffeld, einen Prüffragenkatalog zur Standortbestimmung im eigenen Unternehmen, eine Übersicht zu noch ausstehenden technischen Regulierungsstandards und Leitlinien sowie eine Struktur für den eigenen Umsetzungsfahrplan bis zum 10. Juli 2027.
Nutzen Sie die Gelegenheit, sich frühzeitig auf die praktischen Anforderungen der AMLR vorzubereiten, bestehende Strukturen kritisch zu überprüfen und konkrete Ansätze für Governance, Risikomethodik, Customer Due Diligence, Kontrollen und Outsourcing kennenzulernen. Die Teilnahmegebühr beträgt 795 EUR zzgl. 19 % USt. und beinhaltet ein Fortbildungszertifikat.
